15.08.2015

Die Wasserversorgung in Bayerisch Gmain ist sichergestellt

Bild: BGSw15081401
Hierunter verbirgt sich der Tiefbrunnen
SPD-Ortsverein informiert sich über die Einrichtungen der gemeindlichen Wasserversorgung
Zu einer Informationsveranstaltung über die gemeindliche Wasserversorgung, verbunden mit einer Besichtigung der dazugehörigen Anlagen, hatte die Bayerisch Gmain SPD eingeladen. Der Ortsvorsitzende Franz Sicklinger konnte neben den interessierten Teilnehmern auch den gemeindlichen Wasserwart Hans Reisbacher begrüßen, der die Gäste mit viel Sachverstand und fundiertem Wissen in die Geheimnisse der Wasserversorgung einweihte und durch die Anlagen führte.

Herzstück der gemeindlichen Wasserversorgung ist der Tiefbrunnen am Ende der Plainburgstraße, am ehemaligen Sportplatz. Hier befindet sich unscheinbar unter einem Deckel verborgen unterirdisch ein kleines Pumpenhaus, von dem aus in einem rohrummantelten Schacht ein Stahlrohr 34 m in die Tiefe führt. Mit einer Pumpe werden hier aus dem Grundwasserstrom bis zu 24 Liter Wasser pro Sekunde gefördert und in das Netz eingespeist oder in den Hochbehälter gepumpt. Auf diese Weise können theoretisch ca. 300.000 m³ Wasser im Jahr gefördert werden, der Jahresverbrauch in der Gemeinde liegt bei ca. 240.000 m³, so dass nicht nur die Wasserversorgung der Gemeinde gewährleistet ist, sondern auch noch erhebliche Reserven zur Verfügung stehen.

Gesteuert wird der Wasserfluss von einem kleinen unscheinbaren Häuschen in der Römerstraße, wo die von-Martius-Quelle durchläuft. Diese Quelle gibt es noch und sie liefert auch Wasser, aber dieses Wasser braucht man heute nicht mehr, es wird in den Weißbach abgeleitet. Aber die Steuerungseinheiten der Wasserversorgung befinden sich hier, und hier wird (automatisch) entschieden, wann die Pumpe im Tiefbrunnen anspringt und Wasser in den Hochbehälter pumpt. Nämlich darf der Wasserstand dort nicht unter 1,5 m sinken und nicht über 2,7 m steigen. Das hängt damit zusammen, dass stets eine ausreichende Reserve für die Wasserversorgung im Hochbehälter vorhanden sein muss.

Dieser Hochbehälter oberhalb vom Haus Hohenfried schließlich ist ein beeindruckendes Bauwerk. Drei zylindrische große Wasserbehälter mit einer Kapazität von 2x 250 m³ und 1x 650 m³ Wasser (zusammen also 1.150 m³ = 1.150.000 Liter) beinhalten hier den Wasservorrat der Gemeinde; bei einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von 550 – 700 m³ Wasser wäre hier also, selbst bei einem vollständigen Ausfall, Wasser für ganze drei Tage vorhanden.

Aber selbst für diesen, vollständig undenkbaren Fall wäre vorgesorgt. Denn es ist auch eine Notversorgung über das Reichenhaller Wassernetz installiert und jederzeit einsetzbar. Unterhalb des Steilhofwegs, auf Höhe des Malerhauses, ist eine Pumpenstation installiert, die jederzeit zugeschaltet werden könnte und dann das benötigte Wasser aus Reichenhall in das Bayerisch Gmainer Netz pumpen würde.

Hans Reisbacher betonte in seinem Vortrag besonders, dass es sich bei dem Bayerisch Gmainer Wasser um reinstes Wasser aus dem Einzugsbereich des Untersbergs und des Lattengebirges handele, dass keinerlei künstlicher Behandlung bedürfe, also so, wie es aus dem Berg komme, in das Netz eingespeist würde. Auch legte er Wert auf die Feststellung, dass die Pumpe zur Auffüllung des Hochbehälters zeitgesteuert vorwiegend bei Nacht arbeite, also den günstigeren Nachtstrom nütze.

Der Ortsvereinsvorsitzende Franz Sicklinger bedankte sich bei Hans Reisbacher für seine umfangreichen und interessanten Informationen und zeigte sich überzeugt, dass die Teilnehmer hier etwa dazugelernt hätten, aber auch, dass man sich in Bayerisch Gmain keine Sorgen um die Versorgung mit Trinkwasser machen müsse. Dies sei heutzutage in der Welt keine Selbstverständlichkeit, und wir müssten froh sein, in einer so bevorzugten Region leben zu dürfen.




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