14.10.2015

Erneuter Vorstoß der SPD Bayerisch Gmain für Barrierefreiheit am Bahnhof

Bild: BGSw151014
Foto: Der 49 cm hohe Ein-/Ausstieg am Bahnhof Bayerisch Gmain
Der Ortsverein beantragt Aufnahme in das Sonderprogramm des Bundesverkehrsministeriums für Barrierefreiheit an kleineren Bahnhöfen
Schon jahrelang beschäftigt der miserable Zustand des Bayerisch Gmainer
Bahnhofs (offiziell: Haltepunkt) die örtliche Kommunalpolitik. 2012 hatte die örtliche SPD das Thema aufgegriffen und einen Maßnahmekatalog zur "Verbesserung des Erscheinungsbildes und der Funktionalität" vorgeschlagen. Die nachfolgenden Verhandlungen seitens der Gemeinde und des Verkehrsforums BGL mit der Bahn blieben leider ohne Erfolg, die Bahn beharrte darauf, dass vor 2019 "nichts geht". Abgesehen vom erbärmlichen baulichen Zustand des Bahnsteigs ist die Höhe des Ein-/Ausstiegs (Abstand vom Zug zur Bahnsteig = 49 cm) der schwerwiegendste Mangel, denn eine solche Höhendifferenz können selbst fitte Personen nur mit Anstrengung, ältere Menschen kaum oder gar nicht überwinden.

Nun ist bekannt geworden, dass das Bundesverkehrsministerium ein Sonderprogramm zur Förderung der Barrierefreiheit bei kleineren Bahnhöfen/Haltepunkten im ländlichen Raum im Umfang von 50 Mio. € aufgelegt hat. Die Bundesländer sind aufgefordert, hierzu geeignete Projekte vorzuschlagen. Die Bayerisch Gmainer SPD hat in diesem Zusammenhang der Gemeinde vorgeschlagen, schnellstmöglich beim Bayerischen Innen- und Verkehrsministerium zu beantragen, dass der Haltepunkt Bayerisch Gmain in dieses Programm aufgenommen wird, wenigstens was die Ertüchtigung des Bahnsteigs und dessen Anhebung auf den standardmäßigen Abstand (55 cm Abstand von der Schienenoberkante) betrifft.

Der Ortsverein meint, wie der Vorsitzende Franz Sicklinger ausführte, im Vergleich mit anderen Haltepunkten hierfür gute Argumente ins Feld führen zu können: Der Abstand Zug-Ein-/Ausstieg zur Bahnsteigkante sei mit 49 cm viel zu hoch. Die hier verkehrenden Züge der BLB seien nicht mit einem ausfahrbaren Trittbrett ausgestattet (im Gegensatz zu den Meridian-Zügen), so dass der volle Abstand von 49 cm zum Tragen komme. Bayerisch Gmain habe einen sehr hohen Altersdurchschnitt, und gerade ältere Personen seien von den Zuständen negativ betroffen. Im Ort, und sogar in Bahnhofsnähe, befinde sich die Reha-Klinik Hochstaufen der Deutschen Rentenversicherung mit 220 Betten, deren Patienten alters- und krankheitsbedingt z.T. nicht mit dem Auto anreisen können, sondern auf den Zug angewiesen sind.

Bayerisch Gmain sei Teil des Staatsbades Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain, gab außerdem Gemeinderat Arnim Schläfke zu bedenken. Es schade dem Ansehen des Staatsbades, wenn der Benutzung des Zuges derart große Hindernisse entgegenstehen. Und die stellvertretende Vorsitzende Patricia Reisbacher sagte, man könne nur mit Neid nach Hammerau schauen. Ohne den Ainringern ihr Projekt zu missgönnen, sei schwer nachzuvollziehen, warum in Hammerau eine Umgestaltung des gesamten Bahnhofareals möglich sei, aber in Bayerisch Gmain nicht einmal eine Anhebung des Bahnsteigs.

Man könne nun gespannt sein, so Franz Sicklinger abschließend, wie sich das Bayerische Innen- und Verkehrsministerium dazu stellen werde, ob es nun die Gelegenheit beim Schopf ergreifen werde, die miserablen Verhältnisse am Bahnhof Bayerisch Gmain durch Aufnahme in das Sonderprogramm endlich zu verbessern.

Foto: Der 49 cm hohe Ein-/Ausstieg am Bahnhof Bayerisch Gmain




zurück
Termine
22.09.2017 20.00 Uhr
Wahlkampfendspurt mit Natascha Kohnen

Die SPD Berchtesgadener Land lädt zum Wahlkampfendspurt mit der Vorsitzenden der BayernSPD Natascha Kohnen und der heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Bärbel Kofler ein.
Mehr Infos...

Dr. Bärbel Kofler

Dr. Bärbel Kofler
Unsere Bundestagsabgeordnete - Für Sie in Berlin!

SPD-Kreisverband Berchtesgadener Land

SPD-Kreisverband Berchtesgadener Land

Dr. Herbert Kränzlein

Dr. Herbert Kränzlein
Unser Landtagsabgeordneter - Für Sie in München!

Maria Noichl

Maria Noichl
Unsere Europaabgeordnete - Für Sie in Brüssel!