01.12.2015

Klärwerk wird für 3,6 Mio. € saniert und die westliche B 20 wird fußgängerfreundlicher

Bild: BGSw151130
Aus der Sitzung des Bayerisch Gmainer Gemeinderats vom 30.11.2015
"Gewichtige" Beschlüsse (in finanzieller Hinsicht) waren in der letzten Gemeinderatssitzung zu fassen. Einmal ging es um die Sanierung des gemeindlichen Klärwerks, für die der Planungsauftrag erteilt wurde. Zum anderen wurde die Planung für den Ausbau der Geh- und Radwege am westlichen Teilstück der B 20 incl eines Fußgängerüberwegs auf Höhe Edeka am gutgeheißen. 2,2 Mio. € werden die beiden Maßnahmen die Gemeinde kosten.

Die Planung Geh-/Radwege an der B 20, die bereits in der Juli-Sitzung in Auftrag gegeben worden war, sieht den Ausbau des Fußweges zwischen Bichlstraße und Kendlinger Brücke vor, der Gehsteig südlich der B 20 zwischen Kendlinger Brücke und Unterer Bahnhofstraße soll ebenfalls verbreitert und die Bushaltestelle vom Alpgarten dahin verlegt werden. In Höhe Edekamarkt wird eine Überquerungshilfe (Verkehrsinsel) in die B 20 eingebaut und von da ein Fuß-/Radweg zur Schillerallee führen. Der nordseitige Verbindungsweg von der Unteren Bahnhofstr. zur Schillerallee wird stufenlos ausgebaut und auf der Südseite soll ein neuer barrierefreier Zugang zur B 20 entstehen. Nach einer längeren Diskussion, in der es eine Reihe von Einwänden gab (insbesondere zur Lage des Fußgängerüberwegs – zu weit weg von der Einmündung) wurde abschnittsweise abgestimmt, und zu jedem der Abschnitte gab es, wenn auch mit wechselnden Mehrheiten, Zustimmung. Das Ganze erfordert einen Aufwand von rund 1,1 Mio. €, wovon aber die Gemeinde nur 345.000 € zu tragen hat.

Dass das Klärwerk grundlegend saniert werden muss, ist seit Jahren bekannt; schon 2007 wurde die Planung in Angriff genommen, ab 2008 aber ausgesetzt, weil auf Wunsch der Partnergemeinde Großgmain ein andere Variante, nämlich der Anschluss ans das Klärwerk Bad Reichenhall geprüft werden sollte. Diese Prüfung hat aber ergeben, dass das gemeinschaftliche Betreiben des Klärwerks Bayerisch Gmain die günstigere Lösung ist, woraufhin die Planung wieder aufgenommen wurde. Das Planungsbüro Dippold und Partner stellte nun die Entwurfsplanung für die Ertüchtigung des Bayerisch Gmainer Klärwerks vor. Ein ganzes Bündel von Maßnahmen ist notwendig: Im Regenrückhaltebeckern werden Wirbeljets eingebaut, das Rechengebäude wird saniert und die Rechen erneuert, das Belebungsbecken und der Faulturm werden saniert und im Schlammsilo wird ein Rührwerk installiert. Das Maschinenhaus wird unterkellert und das Betriebsgebäude aufgestockt. Der Gasbehälter ist zu erneuern und es wird (zur Nutzung der Faulgase und Erzeugung von Strom) ein Blockheizkraftwerk neu gebaut. Alles in allem belaufen sich die Baukosten auf 3,68 Mio. €, von denen die Gemeinde Großgmain die Hälfte trägt. Das Klärwerk hat dann eine Kapazität von 12.000 Einwohnergleichwerten und damit 20 % Reserve. Baubeginn wird im Mai 2016, Baufertigstellung im Dezember 2017 sein, wobei der Betrieb während des Baus weiterlaufen wird. Mit der Planung zeigten sich die Räte einverstanden, die Baumaßnahmen werden nun öffentlich ausgeschrieben.




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