12.07.2016

Umstellung der Klärschlammentsorgung in Bayerisch Gmain

Bild: BGSw160712
Klärschlammabfuhr mit Tankwagen
Aus derr Gemeinderatssitzung vom 11.07.2016
Bisher wurde der anfallende Klärschlamm von einem Transportunternehmen abgeholt und zu Bauern verbracht, die es als Düngung auf ihren Feldern ausgebracht haben. Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass während des Düngerausbringungs¬verbots im Winter der Klärschlamm nicht abtrans-portiert werden kann und deshalb ein größeres Klärschlammbecken vorgehalten werden muss. Außer¬dem ist das Verfahren nicht zukunfts¬sicher, da mit gesetzlichen Einschränkungen der Düngemittel¬ausbringung auf Feldern gerechnet werden muss.

Die Gemeinde hat deshalb als Alternative eine Verbrennung des Klärschlamms ins Auge gefasst, eine dafür geeignete Verbrennungsanlage befindet sich in Lenzing bei Vöcklabruck in der Nähe des Attersees. Mit dem Betreiber wurde ein entsprechender Vertrag ausgehandelt, der nun dem Gemeinderat zur Ge¬nehmigung vorgelegt wurde. Allerdings muss dort der Klärschlamm gepresst und getrocknet angeliefert werden; um den Bau einer eigenen Schlammpresse und einer Trocknungshalle (Kosten ca. 600.000 €) zu vermeiden, wurde mit dem Reinhaltungsverband Salzburg ein Abkommen dahingehend vorbereitet, dass dieser in seinem Betrieb Siggerwiesen (Nähe Salzburg) den (flüssigen) Klärschlamm übernimmt, auspresst und trocknet und dann weiter nach Lenzing transportiert.

Bauamtsleiter Hans Gruber wies darauf hin, dass die Planung und die Ausarbeitung des Vertragswerks schwierig gewesen sei und wegen der zwischen¬staatlichen Beziehung mehrere Genehmigungen von Behörden eingeholt werden mussten. Mehrere Räte lobten die gefundene Lösung und stimmten dem Vorschlag der Gemeinde mit großer Mehrheit (1 Gegenstimme) zu.

Bei dem einen Bauantrag handelt es sich um einen 6,75 x 4,53 m großen Anbau in Holzbauweise mit einem Satteldach an ein Einfamilienhaus in der Parkstraße. Da sich der Anbau in die vorhandene Bebauung einfügt (ein Bebauungsplan für dieses Gebiet gibt es nicht) und dem Haupthaus unterordnet ist, wurde dem Antrag einstimmig zugestimmt.

Der zweite Bauantrag beinhaltet den Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage auf einem Grundstück in der Zwieselstraße. Das Gebäude mit 12,3 x 10,2 m weicht etwa 1,7 m von der im Bebauungsplan festgelegten Baulinie ab, außerdem beträgt die Dachneigung der Garage nur 16 statt der vorgeschriebenen 18 Grad. Für beide Punkte wurde aber eine Befreiung erteilt und somit dem Bauantrag einstimmig zugestimmt.




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