07.02.2017

Weitere Baugenehmigung für das Kuranstalt-Becker-Grundstück und Schmölzl baut ein neues Bürogebäude

Bild: BGSw151019
Planung für den Luitpoldhof
Aus der Bayerisch Gmainer Gemeinderatssitzung vom 06.02.2017
Ein weiterer Antrag auf Bebauung des Grundstücks Kuranstalt Becker an der Berchtesgadener Straße, ein Antrag auf Abriss und Neubau des Bürogebäudes der Fa. Schmölzl am Wappachweg sowie der Anbau einer Treppe und eines Aufzugs am Kindergarten/Pfarrsaal standen auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Die Planung für die Bebauung des Grundstücks der ehemaligen Kuranstalt Becker zieht sich schon einige Jahre hin, derweil verkommt das alte Gebäude immer mehr zu einer hässlichen Bauruine. Insgesamt sollen auf dem Grundstück drei größere Wohn- und Geschäftshäuser mit Tiefgarage errichtet werden. Der Gemeinderat hatte diese Planung schon 2015 abgesegnet, und für das hinten liegende Gebäude liegt bereits eine Genehmigung des Landratsamts vor. Gegen diese Genehmigung hatte ein Anlieger geklagt, nachdem das Verwaltungsgericht aber in der mündlichen Verhandlung wenig Aussicht auf Erfolg angedeutet hatte, wurde die Klage zurückgezogen. Damit ist nun der Weg frei für eine Fortschreibung der Planung. Es ging nun um die beiden zur Straße hin liegenden Gebäude (A und C). Die vorgelegte Planung entspricht im Wesentlichen den im Wege einer Bauvoranfrage bereits 2015 vorgelegten (und damals vom Gemeinderat genehmigten) Plänen. Das westliche Gebäude wird 26 x 11,8 m groß werden, das östliche in L-Form 20 x 11,8 und 17 x 11,8 m. Alle haben eine Höhenausdehnung von E+2+DG und erhalten ein Satteldach mit dem Giebel zur Berchtesgadener Straße hin. 20 Wohnungen und 9 Geschäfts-/Büroeinheiten werden entstehen (plus 15 Wohnungen im hinteren Gebäude B); 86 Kfz-Stellplätze befinden sich in der Tiefgarage unter dem Gebäude B, die Zufahrt dazu erfolgt von der Berchtesgadener Straße aus. Trotz einiger in der Beratung vorgebrachter Bedenken, die sich vor allem auf die massive Bebauung, die geringen Abstandsflächen und die Situierung der Zufahrt zu Tiefgarage bezogen, wurde dem Bauantrag mit 11 : 4 Stimmen zugestimmt. Das letzte Wort hat nun das Landratsamt.

Im nächsten Punkt befasste sich das Gremium mit einer Bauvoranfrage der Fa. Schmölzl, die ihr Bürogebäude am Wappachweg abreißen und neu errichten will. Das 1933 errichtete und seit 1967 für Büros genutzte Gebäude sei in einem maroden Zustand, für eine Büronutzung nach heutigen Maßstäben nicht geeignet und lasse auch keine Erweiterung zu, argumentierte die Baufirma. Sie wolle es deshalb abreißen und auf dem gleichen Grundstück ein Gebäude mit zwar einer größeren Grundfläche, dafür aber nur mit 3 statt der bisherigen 4 Geschoße bauen; die Grundfläche wird sich von 280 auf 520 qm, die Geschoßfläche von 1120 auf 1560 qm erhöhen. Grund für die Erweiterung seien die gestiegene Mitarbeiterzahl und die gestiegenen Anforderungen an die Gestaltung von Arbeitsplätzen. Die Verwaltung legte dann dar, dass, obwohl sich das Grundstück im Außenbereich befindet und im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen ist, baurechtlich der vorgesehene Ersatzbau genehmigt werden könne, weil es sich angesichts der 50 Jahre unveränderten Nutzung um eine moderate Erweiterung handle. Die Bauvoranfrage wurde schließlich gegen eine Stimme positiv, aber mit Auflagen, beantwortet.

Schließlich ging es noch um einen Anbau an den Kindergarten, dort sollen aus Brandschutzgründen und zur Herstellung der Barrierefreiheit eine Treppe und ein Aufzug angebaut werden. Nachdem die frühere Planung beim Gemeinderat durchgefallen war, hat nun die Kirchenstiftung als Bauherr einen neuen Beantrag vorgelegt. Demnach sollen die an der Ostseite des Gebäudes vorgesehenen Anbauten durch das Vorziehen des Satteldachs und die Verkleidung der Giebelseite mit Holzlamellen optisch in die Fassaden- und Gebäudegestaltung einbezogen werden. Damit kann dann ein zweiter Fluchtweg, ein direkter Zugang zum Pfarrsaal und eine barrierefrei Erreichbarkeit aller Ebenen realisiert werden. Dem neuen Plan stimmte der Rat nun einstimmig zu.




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