08.08.2018

SPD Berchtesgadener Land unterstützt Volksbegehren Artenvielfalt

Bild: Bienenhaus Hans
Landtagskandidatin Susanne Aigner zu Besuch beim Sprecher der Kreistagsfraktion Hans Metzenleitner in Bischofswiesen
Eine Unterschrift von 25.000 Menschen mit Hautwohnsitz in Bayern: diese Unterstützung braucht das „Volksbegehren Artenvielfalt“, damit es zu einem Volksentscheid im Freistaat über dessen Forderungen für einen Stopp des Artensterbens und für mehr Artenvielfalt kommen kann. Zwei dieser nötigen Unterschriften haben vor kurzem der Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Hans Metzenleitner und die SPD-Landtagskandidatin Susanne Aigner geleistet.
Passend zu dem Anliegen des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ haben sich die beiden Kommunalpolitiker vor dem alten Bienenhaus auf dem Anwesen der Eltern von Hans Metzenleitner getroffen. „Ich bin viel in der Natur unterwegs, um zwischen Beruf und Politik den Kopf frei zu bekommen. Mir fehlt zwar selber die Zeit, um wie mein Vater als Imker aktiv zu werden; der Schutz der Bienen und anderen Insekten und damit auch Vögel in unserer Heimat ist mir deswegen aber ein besonderes Anliegen“, erklärte der Bischofswieser Kreis- und Gemeinderat. Natürlich würden wichtige Weichenstellungen für dieses Ziel auf Europa- oder Bundesebene gestellt, so Hans Metzenleitner weiter. Aber das entbinde den Freistaat Bayern nicht davon, alles in seiner Macht stehende beizutragen.
„Mir ist wichtig, dass es bei dem Volksbegehren nicht um eine einseitige Schuldzuweisung an die Landwirtschaft geht“, erklärte Susanne Aigner. Die 41-jährige Sozialarbeiterin, Stadträtin und Mutter von drei Kindern aus Laufen hatte erst vor kurzem bei einer gemeinsamen Wanderung mit der SPD Berchtesgadener Land-Süd den Almbauern Martin Fendt auf der Stubenalm besucht. Stattdessen setzt das Volksbegehren an wichtigen Stellschrauben wie der Schaffung eines Biotopverbunds in Bayern, der ökologischen Bewirtschaftung aller eigenen Flächen des Freistaats Bayern bis 2020 und einer entschlossenen Förderung des ökologischen Landbaus und die schrittweise Umgestaltung von Wiesen zu sogenannten Blühwiesen. „Der Streit der SPD für einen dritten bayerischen Nationalpark im Steigerwald, dem die CSU gerade eine Absage erteilt hat, passt hervorragend zu den Anliegen der Initiatoren des Volksbegehrens“, so Susanne Aigner.
Zusätzlichen Druck für einen besseren Schutz der Bienen und anderen Insekten in Bayern erwarten die beiden SPD-Kommunalpolitiker sich auch von der vorgesehenen regelmäßigen Berichtspflicht im Bayerischen Landtag über die Lage der Natur und der Artenvielfalt im Freistaat. Allein die Diskussion über das Volksbegehren und die damit einhergehende Öffentlichkeit leiste einen wichtigen Beitrag, den Naturschutz auf die tägliche Agenda der Landespolitik zu setzen. Das Volksbegehren werde daher zurecht von einem breiten Bündnis von Verbänden und Parteien unterstützt.
Nähere Informationen zum „Volksbegehren Artenvielfalt“ einschließlich des genauen Textes der vorgeschlagenen Gesetzesänderungen finden sich auf der Internetseite www.volksbegehren-artenvielfalt.de; dort kann man auch Unterschriftenlisten anfordern. „Ganz wichtig: es dürfen nur Original-Unterschriftenlisten verwendet werden. Und: es dürfen nur Bürgerinnen und Bürger aus einer Gemeinde auf einer Liste unterschreiben“, erinnerte Susanne Aigner zum Abschluss des Treffens.
Foto: Landtagskandidiatin Susanne Aigner und SPD-Kreis- und Gemeinderat Hans Metzenleitner vor seinem elterlichen Bienenhaus


Susanne Aigner Hans Metzenleitner 

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