12.08.2018

Betriebliche Ausbildung stärken und attraktiver machen

Bild: Bäcker
Heimische SPD begrüßt Tarif-Einigung im Bäcker-Handwerk für Auszubildende
Der Beginn des neuen Ausbildungsjahrs zum 1. September rückt immer näher und damit auch eine deutliche Erhöhung der Ausbildungsvergütung im Bäcker-Handwerk: aufgrund des neuen Tarifvertrags steigt die monatliche Vergütung von derzeit 500 Euro brutto in zwei Schritten 2018 auf 565 Euro und 2019 auf 615 Euro. Aus diesem Anlass haben sich Vertreter der heimischen SPD mit der im Koalitionsvertrag vereinbarten Mindestausbildungsvergütung und den Perspektiven der betrieblichen Ausbildung befasst.

„Die für 2020 geplante Mindestausbildungsvergütung zeigt bereits jetzt Wirkung“, stellte die Traunsteiner Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler fest. Sie begrüßte die Einigung im Bäcker-Handwerk zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften und deren Vorhaben, den Tarifvertrag für allgemeinverbindlich zu erklären. „Wenn das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zustimmt, gelten die Vereinbarungen dann rückwirkend ab 01.09.2018 auch für Betriebe außerhalb des Arbeitgeberverbandes“, erläuterte die Abgeordnete. Die Mindestausbildungsvergütung, die von der SPD im Koalitionsvertrag durchgesetzt wurde, sei am erfolgreichsten, wenn sie als Anstoß für bessere tarifliche Vereinbarungen diene und die Funktion als Sicherheitsnetz nur in Ausnahmefällen erfüllen müsse.

„Geld ist nicht alles, aber eine anständige Ausbildungsvergütung trägt zur Attraktivität der dualen Ausbildung bei“, zeigte sich die SPD-Landtagskandidatin Susanne Aigner überzeugt. Als sehr positiv wertete sie die Vereinbarung im Tarifvertrag, dass sich die Arbeitgeber im Bäcker-Handwerk verpflichtend mit bis zu 30 Euro monatlich an den Kosten für ein Azubi-Ticket beteiligen, soweit dies ein Verkehrsbetrieb in der Region anbietet. „Die Deutsche Bahn, RVO und auch die Stadtwerke Bad Reichenhall mit ihrem Busbetrieb haben in unserer Region solche Tickets im Angebot“, erklärte die 41-jährige Sozialarbeiterin. Die Mutter von drei Töchtern erinnerte an die Forderung der BayernSPD nach einem bayerischen Bildungsticket, mit dem Schüler, Auszubildende und Studenten zukünftig kostenlos mit Bahn und Bus zu Schule, Betrieb und Uni kommen sollen.

Die heimischen Sozialdemokraten befassten sich bei dieser Gelegenheit auch noch einmal mit dem Ausbildungsmarktbericht 2016/2017 der Agentur für Arbeit für das Berchtesgadener Land. Auf 935 gemeldete Berufsausbildungsstellen kamen laut Bericht im Landkreis 591 Bewerber im Landkreis. An dieser Situation dürfte sich zwischenzeitlich auch nur wenig geändert haben, war man sich einig. Damit sei der wichtigste Auftrag für die bayerische Bildungspolitik klar, meinte der SPD-Kreisvorsitzende und Kreisrat Roman Niederberger: Möglichst alle Schülerinnen und Schüler sollen mit einem Bildungsabschluss und der tatsächlichen Befähigung, eine betriebliche Ausbildung zu beginnen, ihre Schulzeit abschließen. „Nicht nur das Handwerk, sondern auch die sozialen Berufe sind dringend auf diesen Nachwuchs angewiesen“, war er sich mit Susanne Aigner einig.

Auch nach der beruflichen Ausbildung gelte es, für Fachkräfte gute Perspektiven zu schaffen, so die SPD-Landtagskandidatin. Sie setze sich deswegen aus Überzeugung für eine gebührenfreie Meister-, Techniker- und Fachschulausbildung in Bayern ein. Insgesamt komme es darauf an, die berufliche Ausbildung weiter zu stärken und als wichtiges Standbein der Gesellschaft noch attraktiver zu machen, war das gemeinsame Fazit des Treffens.

Foto: Besprachen bei einer Tasse Kaffee beim Bäcker die Auswirkungen des neuen Tarifvertrags und die weiteren Entwicklungen der beruflichen Bildung (von links nach rechts):
Roman Niederberger (SPD-Kreisvorsitzender, Kreisrat), Dr. Bärbel Kofler, MdB und Susanne Aigner (Landtagskandidatin, Stadträtin Laufen)


Susanne Aigner Dr. Bärbel Kofler, MdB Roman Niederberger Gewerkschaften 

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