05.09.2008

Bildung, Soziales und Energie im Mittelpunkt: Wahlveranstaltung der Bayerisch Gmainer SPD

Bild: BGSw080905b
Diskussionsveranstaltung der SPD Bayerisch Gmain mit den Landtags- und Bezirkstagskandidaten Roman Niederberger und Guido Boguslawski

"Bayern braucht eine berechenbare und zuverlässige Bildungspolitik, die für genügend Mittel sorgt, auf Förderung statt Auslese setzt und die Chancengleichheit herstellt", forderte SPD-Landtagskandidat Roman Niederberger. Bei der Diskussionsveranstaltung in Bayerisch Gmain sprach sich der Kandidat auch für eine nachhaltige Energiepolitik aus. Der SPD-Ortsverein hatte zu einer öffentlichen Diskussion mit den Kandidaten für Bezirkstag und Landtag in den Gasthof Bauerngirgl eingeladen.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Ortsvorsitzenden Franz Sicklinger stellte sich zunächst der Bezirkstagskandidat Guido Boguslawski vor. Der 33-jährige Jurist setzt seinen Schwerpunkt in der Sozialpolitik. "Als Geschäftsführer des Sozialverbands VdK mit über 4.000 Mitgliedern in unserem Landkreis bin ich beruflich dauernd mit den Problemen und Schwierigkeiten der betroffenen Menschen beschäftigt - vom Arbeitslosengeld über die Rente bis hin zur Pflege. Der Bezirk hat vor allem im Pflegebereich wichtige Aufgaben, deswegen möchte ich mich hier mit aller Kraft für eine gerechtere Politik einbringen", begründete Guido Boguslawski seine Kandidatur.

Auf Fragen der Bildungs- und Energiepolitik konzentrierte sich Landtagskandidat Roman Niederberger. Der 36-jährige Pidinger, der als Sachgebietsleiter am Finanzamt München arbeitet, ist seit 18 Jahren politisch aktiv und Kreisvorsitzender der SPD im Berchtesgadener Land. "Gleiche Bildungschancen für jedes Kind, unabhängig von sozialer und gesellschaftlicher Herkunft", müsse zum Motto der bayerischen Bildungspolitik werden. Dazu gehört für Roman Niederberger eine gute Förderung von Anfang an - mit genügend Betreuungsmöglichkeiten auch für unter dreijährige Kinder und einem gebührenfreien letzten Kindergartenjahr. "Wir wollen die Eltern tatsächlich entlasten, statt ihnen irgendwelche Steuergeschenke zu versprechen", so der Sozialdemokrat. Mit kleineren Klassen und mehr Ganztagsschulen soll zusätzlich die Förderung in den Schulen verbessert werden. Eine längere gemeinsame Schulzeit bis zur sechsten Klassen würde nicht nur das Bildungssystem durchlässiger machen, sondern auch mithelfen, die Schulen im ländlichen Raum zu erhalten, führte Roman Niederberger aus. Mit der drastischen Chancenungleichheit, der geringsten Abiturientenquote alle Bundesländer und der hohen Zahl von Studienabbrechern verspiele die CSU die Zukunft der Jugend und stehe vor einem Scherbenhaufen bayerischer Bildungspolitik, warf Niederberger der CSU vor.

Im Bereich der Energiepolitik sprach sich der SPD-Landtagskandidat dafür aus, den Ausstieg aus der Atomenergie entschlossen fortzusetzen. Wer wie Erwin Huber neue Kernkraftwerke fordere, aber nicht sagen könne wohin mit dem Atommüll, überdies einen Standort in Bayern nachdrücklich ausschließe, sei scheinheilig und unglaubwürdig, griff Roman Niederberger die CSU an. Ihm komme es darauf an, mit einer Mischung aus Energieeinsparung und verschiedenen regenerativen Energien möglichst schnell zu einer nachhaltigen Energiewirtschaft in Bayern zu kommen. "Wir dürfen bei Kohle, Öl und Atomstrom nicht glauben, dass wir mit einer Energiequelle allein die Zukunft gestalten können", so Roman Niederberger mit Blick auf die Diskussion über Nahrungsmittelpreise und nachwachsende Rohstoffe.

In der Diskussion fragte eine Schülerin des Karlsgymnasiums, woher man denn nun die Lehrer nehmen solle, um kleinere Klassen und eine bessere Förderung zu schaffen. "Wir brauchen in Bayern nicht weitere Reform-Schnellschüsse wie die missglückte Einführung des achtstufigen Gymnasiums", antwortete Roman Niederberger. Er setze sich stattdessen für eine Bildungspolitik ein, die nach der Landtagswahl über den kompletten Zeitraum der Wahlperiode für nachhaltige Verbesserungen gemeinsam mit Schülern und Eltern sorgt. "Wenn wir so eine Perspektive im Freistaat Bayern schaffen, wird auch das Lehramt wieder für mehr junge Menschen attraktiv", zeigte sich der SPD-Kandidat überzeugt.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Franz Sicklinger bei den Zuhörern und den beiden Kandidaten und rief dazu auf, am 28. September für eine sozial gerechte Politik mit allen vier Stimmen die SPD zu unterstützen.




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