16.12.2009

920.000 € Investitionen in 2010 - Keine Aufständerung von Fotovoltaikanlagen in Bayerisch Gmain - Aus der Bayerisch Gmainer Gemeinderatssitzung vom 14.12.2009

Bild: BGSw091003l
Die Beratung über die im nächsten Jahr geplanten Investitionen beanspruchte einen großen Teil der letzten Sitzung des Bayerisch Gmainer Gemeinderats. Die Verwaltung hatte hierzu einen Vorschlag vorgelegt, der nach ausgiebiger Diskussion vom Gremium auch gebilligt wurde. Die Summen werden dann in den noch zu erstellenden Haushaltsplan 2010 einfließen. Den größten Posten bildet mit 358.000 € der Kurbetrieb, davon 233.000 € für die Thermenerweiterung. 180.000 € sollen für einen Anbau an die Schule ausgegeben werden, wo dann die Mittagsbetreuung untergebracht werden soll. 83.500 € werden in die Abwasserbeseitigung (Generalentwässerungsplan, Überprüfung des Kanalnetzes, Hausanschlüsse), 62.000 € in die Kläranlage investiert. 37.000 € werden für die Straßenbeleuchtung (Berchtesgadener Straße von der Brücke bis zur Großgmainer Straße), 34.000 € für die Feuerwehr (hauptsächlich Sanierung des Feuerwehrhauses) ausgegeben.

Obwohl nach der Bayerischen Bauordnung neuerdings die Aufständerung von Fotovoltaikanlagen genehmigungsfrei ist, verbietet die Bayerisch Gmainer Gestaltungssatzung genau dieses. Einige Antragsteller wollten nun diese Bestimmung aufgehoben wissen, hatten damit aber keinen Erfolg. Die große Mehrheit fand eine "ruhige Dachlandschaft" wichtiger als eine Verbesserung der Ausbeute bei der Stromproduktion.

Anmerkung der Redaktion: Der maximale Stromertrag liegt in unseren Breiten nach einem Berechnungsmodell der Europäischen Kommission bei 33° Neigung, in Bayerisch Gmain ist jedoch nur eine Dachneigung von 18° – 24° erlaubt, so dass eine Aufständerung durchaus einen höheren Ertrag bringen würde; Haupteffekt ist dabei nicht einmal der Unterschied im Einfallwinkel der Sonnenstrahlen, sondern der bessere Selbstreinigungseffekt (Staub und Schmutz werden durch den Regen schneller abgewaschen) und die frühere Schneefreiheit (je steiler der Winkel, desto schneller rutscht der Schnee ab). Würde die Ratsmehrheit nicht so starr an der relativ flachen Dachneigung von max. 24° festhalten, sondern höhere Dachneigungen zulassen, könnte man beide Ziele erreichen, eine "ruhige Dachlandschaft" und ein Erhöhung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien (Klimawandel!!).

Für Diskussionsstoff sorgte auch ein Antrag auf Auffüllung eines Geländes an der Theo Birkel-Straße. Die Antragsteller wollen damit die landwirtschaftliche Bearbeitung der Fläche verbessern. Dies wurde mit der Mehrheit der Stimmen auch genehmigt, allerdings mit der Auflage, dass nur Bodenaushub (kein Schutt) verwendet werden darf und dass die Antragsteller für etwaige Schäden an der Straße, die durch den starken Lkw-Verkehr verursacht würden, aufkommen müssen.





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