01.02.2010

Ortsunterfahrung der B 20 in weiter Ferne, aber Hoffnung auf einen Geh- und Radweg durchs Leopoldstal

Bild: BGSw100201a
Informationsgespräch mit Vertretern des Straßenbauamts

Der SPD Ortsvorsitzende von Bayerisch Gmain, Franz Sicklinger, und SPD-Gemeinderat Hans Reisbacher trafen sich in Begleitung der SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Bärbel Kofler und des Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Hans Metzenleitner mit Vertretern des Straßenbauamts Traunstein, um sich über Bayerisch Gmain betreffende verkehrspolitische Fragen zu informieren.

Dabei war zu erfahren, dass eine Entlastung vom Durchgangsverkehr (durch eine Ortsunterfahrung der B20) in weiter, weiter Ferne liegt. Ein solches Vorhaben ist zwar im Bundesverkehrswegeplan schon seit den 80-er Jahren enthalten und bei der letzten Verkehrszählung wurde in Bayerisch Gmain eine hohe Verkehrsdichte, allerdings mit geringem Schwerlastverkehr ermittelt (12.600 Fz/Tag, Schwerlastverkehr-Anteil 4,1 %); mit einem geschätzten Aufwand von etwa 13 Mio € für einen 1,4 km langen Tunnel sei aber das Kosten/Nutzenverhältnis sehr ungünstig, weshalb diese Straßenbaumaßnahme nur im "Weiteren Bedarf" angesiedelt ist. Schon die Abwicklung der vielen Vorhaben im "Vordringlichen Bedarf" wird sich angesichts der Finanznot über weit mehr als ein Jahrzehnt hinziehen, da besteht für den Weiteren Bedarf wenig Hoffnung!

Besser sieht es dagegen mit dem Geh- und Radweg durch das Leopoldstal aus: Seit Jahrzehnten kämpfen die Bayerisch Gmainer für einen verkehrssicheren Geh- und Radweg durch das Leopoldstal und gegen ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf dieser Strecke. Auch die örtliche SPD hatte zuletzt 2007 mit einem Antrag im Gemeinderat Druck gemacht. Das Straßenbauamt sieht den Bau eines Geh- und Radwegs allerdings nur im Zusammenhang mit dem Ausbau des restlichen Teilstücks der BGL 4 (von der Griesmeisterbrücke bis zu Grenzlandstraße) als realisierbar an. Weil die Straße nicht viel breiter wird als jetzt (5,50 – 6 m) und der bisherige kurvenreiche Straßenverlauf beibehalten wird, sehen die Planer keine Gefahr einer durch den Ausbau bedingten Zunahme des Verkehrs. Auch die Tonnagebeschränkung soll beibehalten werden, so dass weiterhin kein Schwerlastverkehr durchs Leopoldstal fährt. Unter diesen Voraussetzungen könnten sie sich mit einem Ausbau anfreunden, erklärten Hans Reisbacher und Franz Sicklinger, denn wenn auf diese Weise die gefährliche Lücke im Geh- und Radwegenetz geschlossen werde, ohne zusätzlichen Verkehr zu produzieren, sei ihrem Anliegen voll Rechnung getragen. Die Grundstücksverhandlungen laufen bereits geraume Zeit und befinden sich auf einem guten Weg; sobald diese abgeschlossen sind, kann auf der Grundlage der Planung aus den 80-er Jahren mit der Detailplanung und Umsetzung begonnen werden. "Schön, wenn wir es noch erleben, dass wir eines Tages gefahrlos mit dem Radl zur Obermühle fahren können!", kommentierte Franz Sicklinger abschließend die Zukunftsaussichten.





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