20.07.2010

Neuer Anlauf für einen Einkaufsmarkt in Bayerisch Gmain – Aus der Gemeinderatssitzung vom 19.07.2010

Bild: BGSw100720
Nach mehreren gescheiterten Bemühungen um die Ansiedlung eines Einkaufsmarkts in Bayerisch Gmain legte nun die Gemeindeverwaltung eine neue Variante vor: Die Fa. Hillebrand aus Wals als Projektant und Investor will zwischen Schillerallee und B 20 auf einer Teilfläche von 4700 qm einen Einkaufsmarkt mit 800 qm Verkaufsfläche bauen, den dann Edeka als Vollsortimenter betreiben wird. Auch diese Planung stieß teilweise auf Widerstand im Gemeinderat, wurde aber nach kontroverser Diskussion mit 10:4 Stimmen akzeptiert. Weitere Punkte auf der Tagesordnung waren die Hinweis-Beschilderung für Beherbergungsbetriebe und eine Bauvoranfrage für ein Zweifamilienhaus an der Beethovenstraße.

Im Jahr 1998 hatte der Edekaladen in der Lattenbergstraße zugemacht. Zwei damals angedachte Ersatzlösungen kamen gar nicht bis zum Planungsstadium. Im Jahr 2001 wurde dann in einem Bürgerentscheid mit Mehrheit der Bau eines Lebensmittelmarkts an der Rupertus-/Berchtesgadener Straße gefordert; die daraufhin durchgeführten Planungen bis hin zu einem Bebauungsplan-Entwurf, die einen Rewe-Markt vorsahen, verliefen sich letztlich im Sande, da die Fa. Rewe nach langen Verhandlungen, die vor allem die Lage der Parkplätze betraf, das Interesse verlor. 2008/2009 trat eine neue Alternative, ein Penny-Markt auf der sog. Wembacherwiese (gegenüber Bäckerei Neumeyer), in ein konkretes Planungsstadium; der Standort wurde aber dann in einem Bürgerentscheid 2009 mehrheitlich abgelehnt, womit man wieder bei Null angelangt war. Nun gab es offenbar mehrere Projektanten/Investoren, die einen Standort an der Schillerallee realisieren wollten. In nichtöffentlichen Sitzungen wurden in den letzten Monaten vom Gemeinderat diese Projektplanungen begutachtet und man entschied sich letztlich für das Gespann Hillebrand/Edeka.

Deren Planung wurde nun in der öffentlichen Sitzung vorgestellt mit dem Ziel, einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. Vertreter der beiden Firmen stellten ihre Planung vor. Demzufolge wird von dem gemeindeeigenen Grundstück eine Teilfläche von 4700 qm benötigt, auf denen ein Gebäude mit 800 qm Verkaufsfläche und 350 qm Nebenflächen sowie rund 70 Parkplätze errichtet werden sollen. Die Zufahrt ist von der Schillerallee her geplant, das eingeschossige Gebäude soll in den Hang integriert werden, so dass es keine unzumutbaren Emissionen für die benachbarte Wohnbebauung gibt. Der Bürgermeister und die Mehrheit der Räte sahen in dieser Planung, mit einer in die Landschaft integrierte Bebauung und einem Vollsortimenter als Betreiber eine optimale Lösung. Andere sprachen sich vehement gegen den geplanten Standort aus, man dürfe diese ortsbildprägende Grünfläche nicht aufgeben; außerdem wurde die Befürchtung geäußert, dass die Bebauung einer Teilfläche über kurz oder lang auch eine Bebauung der Restflächen nach sich ziehen würde. Schließlich wurde dann mit 10:4 Stimmen die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans beschlossen.

In Bad Reichenhall gibt es eine Hotelrouten-Beschilderung, die mit farbig gekennzeichneten Logos hotelsuchende Gäste zu den einzelnen Beherbergungsbetrieben lotst. Diese Beschilderung wollten nun einige Bayerisch Gmainer Vermieter auch in Bayerisch Gmain eingeführt haben. In Bayerisch Gmain weisen an verschiedenen Standorten Holzschilder den Weg zu den Hotels, Gästehäusern und Pensionen. Da offenbar nur ein Teil der Vermieter in diesem Antrag einbezogen waren, wurde der Antrag zurückgestellt und die Verwaltung beauftragt, eine Vermieterbefragung durchzuführen.

An der Beethovenstraße soll ein Zweifamilienhaus errichtet werden. Das Grundstück befindet sich auf Bayerisch Gmainer Gebiet, wird aber von der Reichenhaller Beethovenstraße her erschlossen. Das Gremium sah hier unter bestimmten Voraussetzungen keine Probleme und verabschiedete die Bauvoranfrage positiv.

Dann wurde noch ein Schreiben der Gemeinderätin Mandl-Schmölzl verlesen, in dem diese ihren Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen bekannt gibt. Als Nachrücker auf der FWG-Liste wird voraussichtlich in der nächsten Sitzung Bernd Hartmann benannt.




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