07.06.2011

Einwendungen gegen den Kirchholztunnel – Aus der Gemeinderatssitzung vom 06.06.2011, Teil 1

Bild: BGSw110607d
Ungewöhnlich viele Zuhörer waren in die letzte Gemeinderatssitzung gekommen, stand doch das Thema Kirchholztunnel oder offiziell „B 21 OU Bad Reichenhall“ auf der Tagesordnung. Wer allerdings geglaubt hatte, hierzu den Standpunkt des Gemeinderats, der Fraktionen oder Gemeinderäte zu erfahren, sah sich enttäuscht. Gleich zu Anfang hatte der Bürgermeister die Losung ausgegeben, es ginge nur um die Formulierung von Einwendungen, nicht aber um eine Zustimmung oder Ablehnung des Projekts. So mussten die Zuhörer, nachdem eine lange Liste von Einwendungen abgearbeitet war, wieder nach Hause gehen, ohne zu wissen, ob der Gemeinderat für oder gegen den Tunnel ist.

Eine Reihe von Einwendungen hatte die Verwaltung bereits formuliert, die der Bürgermeister vortrug. Der Kirchholzhügel besteht aus labilem Haselgebirge und Nagelfluh, Dolinen und Erdfälle seien aus der Vergangenheit bereits bekannt, eine weitere Auslaugung durch den Tunnelbau könne zu weiteren Einstürzen und damit zu Erdsenkungen auf der Oberfläche führen. Die Gemeinde fordert deshalb ein weiteres Gutachten zur Gefährdung der Grundstücke im betroffenen Bereich, ein Beweissicherungsverfahren sowie Entschädigungen für die betroffenen Grundstücksbesitzer. Beim Tunnelvortrieb sollten Erschütterungen vermieden werden und während der Bauzeit müssten die Ruhezeiten beachtet werden. Über den Abtransport und die Lagerung des Aushubs möchte die Gemeinde informiert werden. Die BGL 4 müsse kreuzungsfrei an die B 21 angeschlossen werden, um Staus zu vermeiden. Die Empfehlung, während der Bauzeit die Solequellen nicht als Trinkwasser zu nutzen, gehe an die Substanz des Staatsbades.

In der Diskussion wurde die Tunnelentlüftung mit der Menge und der Verteilung der ausgeblasenen Schadstoffe sowie hinsichtlich der Lärmentwicklung hinterfragt, auch der Einbau einer Filteranlage wurde gefordert. Auch aus den Reihen der Räte wurden Befürchtungen hinsichtlich möglicher Absenkungen geäußert und auf die wirtschaftlichen Schäden für den Kurort bei einer mehrjährigen Nutzungseinschränkung der Solequellen hingewiesen. Abschließend wurden alle Bedenken und Forderungen zusammengefasst und in die Stellungnahme der Gemeinde übernommen.




zurück

Dr. Bärbel Kofler

Dr. Bärbel Kofler
Unsere Bundestagsabgeordnete - Für Sie in Berlin!

SPD-Kreisverband Berchtesgadener Land

SPD-Kreisverband Berchtesgadener Land

Dr. Herbert Kränzlein

Dr. Herbert Kränzlein
Unser Landtagsabgeordneter - Für Sie in München!

Maria Noichl

Maria Noichl
Unsere Europaabgeordnete - Für Sie in Brüssel!