25.10.2011

Bebauungsplan Kuranstalt Becker vertagt – Aus der Bayerisch Gmainer Gemeinderatssitzung vom 24.10.2011

Bild: BGSw110421b
Blick auf die Kuranstalt Becker
Die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet der Kuranstalt Becker stand auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Das bisherige Sondergebiet Kur soll in ein Mischgebiet umgewidmet und das Maß der baulichen Nutzung festgesetzt werden. Da aber Bedenken gegen die beantragte massive Bebauung geäußert wurden, wurde die Entscheidung vertagt; ein Arbeitskreis soll sich nun mit der Materie befassen und die Entscheidung vorbereiten. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung brachte erfreuliche Nachrichten für die Gemeindebürger: Die Abfallbeseitigungsgebühren werden ab Anfang nächsten Jahres gesenkt.

Die Kuranstalt Becker steht seit Jahren leer. Eine Wohnbebauung scheiterte am Mangel an Kaufinteressenten (verständlich wegen der Lage direkt neben der stark befahrenen B 20). Nun hat die Merkel-Gruppe das Grundstück gekauft und will es verwerten. Der neue Eigentümer hat die Aufstellung eines Bebauungsplans mit Umwidmung in ein Mischgebiet beantragt; das Maß der baulichen Nutzung soll mit einer Grundflächenzahl von 0,6 (d.h. dass die Grundstücksfläche zu 60 % überbaut werden darf), einer Geschossflächenzahl von 0,8 und einer Bebauung mit E+2 (drei Vollgeschosse) festgesetzt werden. Während das Gremium einer Umwidmung in ein Mischgebiet und einer maßvollen Verdichtung der Bebauung durchaus positiv gegenüberstand, erhoben einige Räte doch Bedenken gegen eine so massive Bebauung; auch war nicht klar, wie sich eine dreigeschossige Bebauung im abschüssigen Gelände darstellen würde. Schließlich kam man überein, die Entscheidung über den Bebauungsplan zurückzustellen, klärende Gespräche mit dem Bauwerber zu führen und die Detailfragen in einem Arbeitskreis zu behandeln.

Die Abfallbeseitigungsgebühren sind von den Gemeinde kostendeckend zu kalkulieren. Da mittlerweile die Müllverbrennungsanlage abgeschrieben ist, konnte der Landkreis die Deponiegebühren deutlich senken. Dies wirkte sich bei der Neukalkulation der Müllgebühren der Gemeinde Bayerisch Gmain positiv aus. Zudem schlug die Verwaltung aufgrund früherer Festlegungen vor, im Unterschied zu bisher die Müllgebühren bezogen auf die Menge einheitlich festzulegen, nämlich auf 1,80/Liter/Jahr. Demnach kostet die 80l-Tonne künftig 144 € im Jahr (bisher 186 €), die 120l-Tonne 216 € (bisher 252 €), die 240l-Tonne 432 € (bisher 504 €) und die 1.100l-Tonne 1.980 € (statt bisher 2.148 €). Dem sowie der dazugehörigen Satzung stimmten die Räte mit Mehrheit zu.



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