07.02.2012

Kirchholztunnel: Gemeinderat verlangt Prüfung der Hunger-Alternative – Aus der Gemeinderatssitzung Bayerisch Gmain vom 06.02.2012

Bild: BGSw120206
Das Thema Kirchholztunnel stand – indirekt – wieder einmal auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung. Die FWG-Fraktion hatte beantragt, vom Staatl. Bauamt Traunstein eine fachliche Stellungnahme zu der von Dr. Ditmar Unger vorgeschlagenen Alternative zu verlangen. Außerdem hatte das Wohnbauwerk Berchtesgadener Land Pläne vorgelegt für den Neubau einer Wohnanlage an der Schillerallee. Schließlich ging es auch noch um zwei Bauanträge.

Der Verkehrsexperte Dr. Ditmar Unger hatte die Notwendigkeit des Kirchholztunnels bezweifelt und vorgeschlagen, stattdessen die Umgehungsstraße durch den Bau von Linksabbiegerspuren zu ertüchtigen und die B 20 über einen Kreisverkehr am Festplatz und einen Tunnel am Fuße des Stadtbergs in Richtung Bayerisch Gmain zu führen. Die FWG wollte nun über die Gemeinde vom Staatl. Bauamt hierzu eine fachliche Stellungnahme einholen. In der Diskussion äußerten sich die meisten grundsätzlich positiv zu dem Antrag, einige machten aber Bedenken geltend gegen den vorgesehenen Ausbau der BGL 4 und deren Anschluss an die B 21. Schließlich wurde der Antrag einstimmig verabschiedet, wobei auch Zweifel blieben, ob sich das Bauamt überhaupt zu dieser Frage äußern werde.

Anmerkung der Redaktion: Die SPD Bayerisch Gmain hatte den Hunger-Vorschlag bereits im Vorjahr aufgegriffen und in einem Schreiben vom 21.09.2011 dem Bundesverkehrsministerium vorgelegt; zusätzlich wurden Maßnahmen zum Schutz vor Lärm und Schadstoffemissionen an der Umgehungsstraße gefordert und hierfür eine sog. Leichteinhausung vorgeschlagen. Das Bundesverkehrsministerium hatte in seiner Antwort lediglich auf das laufende Planfeststellungsverfahren verwiesen, ohne sich zur Sache zu äußern.

Mit Befriedigung nahm das Gremium zur Kenntnis, dass das Berchtesgadener Wohnbauwerk nun das Problem des schön länger leerstehenden Gebäudes an der Schillerallee angehen will. Eine Sanierung des Bestands sei, insbesondere nach einem größeren Wasserschaden, unrentabel, erläuterte der Vertreter des Wohnbauwerks. Stattdessen wolle man nun das alte Gebäude abreißen und eine neue Wohnanlage mit 20 Wohnungen in zwei nebeneinanderliegenden dreigeschossigen Gebäuden mitsamt einer Tiefgarage errichten. Alle Wohnungen verschiedenen Zuschnitts, von 30 bis 94 qm Wohnfläche, sollen barrierefrei gestaltet werden. Der Rat zeigte sich zufrieden mit der vorgelegten Planung und beschloss einstimmig die Aufstellung eines vorhaben bezogenen Bebauungsplans.

Zwei Bauanträge waren noch zu beraten: Die Errichtung eines Einfamilienhauses an der Zwieselstraße mit Hanggarage wurde mit der Auflage genehmigt, das Kellergeschoss ringsum aufzufüllen. Ebenfalls Zustimmung fand der Bau eines Kuhstalles an der Leopoldstraße mit Güllegrube.



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