22.11.2012

Unser Bahnhof muss besser werden – SPD Bayerisch Gmain fordert deutliche Verbesserungen am Erscheinungsbild und der Funktionalität

Bild: BGSw12112003
Mit dem Thema „Unser Bahnhof“ beschäftigte sich die Bayerisch Gmainer SPD kürzlich in einer öffentlichen Veranstaltung. Ausgehend von den festgestellten Mängeln wurden Vorschläge erarbeitet, die dem Gemeinderat zugeleitet werden sollen mit der Bitte, die entsprechenden Maßnahmen bei den zuständigen Stellen zu beantragen.

Schon vor der Veranstaltung hatte sich die Bayerisch Gmainer SPD in einem Ortstermin an Ort und Stelle ein Bild von den Verhältnissen am Bahnhof gemacht. Mit dabei waren auch der SPD-Kreisvorsitzende und SPD-Landtagskandidat Roman Niederberger und die Bezirkstagskandidatin Güldane Akdemir.

Eingangs begrüßte dann Roman Niederberger die intensive Beschäftigung der Bayerisch Gmainer SPD mit dem Thema Bahnhof. "Wir müssen vor Ort anfangen, einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufzubauen - und dazu gehören neben guten Anbindungen und Taktzeiten auch ansprechend gestaltete Bahnhöfe", meinte Roman Niederberger. Man dürfe bei der Energiewende den großen Anteil des Verkehrs am Energieverbrauch nicht vernachlässigen. Überdies sei für die SPD Mobilität für alle gerade in Zeiten hoher Benzinpreise eine wichtige soziale Frage
Am Anfang seiner Bestandsaufnahme der örtlichen Verhältnisse bezeichnete der SPD-Ortsvorsitzende Franz Sicklinger die ÖPNV-Versorgung im Gemeindebereich mit drei Bus- und einer Bahnlinie als erfreulich gut, auch sei von jedem Gemeindeteil aus eine der Linien in zumutbarer Entfernung zu erreichen. Er begrüßte auch den Beschluss des Gemeinderats, einen zweigleisigen Ausbau des Bahnhofs zu beantragen, denn damit könne die Fahrplangestaltung wesentlich verbessert werden.

Jedoch seien im Bahnhofsbereich selbst einige bauliche und funktionale Mängel festzustellen. Der Bahnsteig selbst sei in einem schlechten Zustand und abschreckend sowohl für Einheimische als auch für Gäste. „Wo bin ich denn da gelandet, werden sich manche ankommenden Gäste denken, wenn sie den maroden Bahnsteig betreten“, befürchtete Franz Sicklinger. Der Bahnsteig sei zudem nicht barrierefrei ausgestaltet, so dass älteren oder behinderten Personen das Ein- oder Aussteigen schwer falle, zumal mit Gepäck. Aus Richtung Ortsmitte sei der Bahnsteig nur auf dem Umweg über die Lattenbergstraße erreichbar, was manche dazu verleite, die Abkürzung direkt über die Gleise zu nehmen, darunter auch viele Schüler und Jugendliche. Autofahrer, die in Bayerisch Gmain auf die Bahn umsteigen, müssten den Umweg über die Kendlinger Brücke und die Lattenbergstraße in Kauf nehmen, um den Parkplatz am Bahnhof zu erreichen. Deshalb seien, zog Franz Sicklinger das Fazit, im Zusammenhang mit dem zweigleisigen Ausbau oder – wenn daraus nichts wird, unabhängig davon - einige bauliche Veränderungen notwendig, um die Nutzung des ÖPNV-Angebots attraktiver zu machen.

Die aufgezeigten Mängel und Möglichkeiten zu deren Behebung wurden anschließend ausführlich diskutiert. Erfreulicherweise waren auch Vertreter des Verkehrsforums BGL anwesend, die ihr Wissen in die Diskussion mit einbrachten. Zur Verbesserung des Erscheinungsbilds und der Funktionalität wurden dabei folgende Vorschläge erarbeitet: Der Bahnsteig muss neu gebaut und dabei barrierefrei ausgeführt werden, damit ein bequemes Aus- und Einsteigen auch unter erschwerten Bedingungen (Ältere oder behinderte Personen, Rollator, Kinderwagen, Fahrradmitnahme) möglich ist. Über die Gleise soll wie an anderen Orten auch (Bad Reichenhall, Bischofswiesen u.a.) ein niveaugleicher Fußgängerüberweg angelegt werden, der von der Oberen Bahnhofstraße bis zur Berchtesgadener Straße reicht. Dieser Übergang soll, soweit technisch machbar, möglichst weit östlich, in die Nähe der Einmündung der Großgmainer in die Berchtesgadener Straße gelegt werden, damit der Weg vom Bahnsteig zur Ortsmitte möglichst kurz ist und gut angenommen wird, der Bahnsteig muss dann bis dahin verschoben oder verlängert werden. Sofern erforderlich, kann der Übergang mit einer zuggesteuerten Sicherungseinrichtungen (Schranke) ausgestattet werden. Zweckmäßig wäre auch am südlichen Ausgang der vorhandenen Fußgängerunterführung unter der Berchtesgadener Straßen ein westseitiger barrierefreier Zugang (Rampe). Wird der vorgeschlagene Fußgängerüberweg realisiert, kann man später auch überlegen, in der Nähe dieses Übergangs zwischen Gleis und Berchtesgadener Str. einen P+R-Parkplatz anzulegen und evtl. auch die Bushaltestelle dorthin zu verlegen.

Diese Vorschläge werden nun dem Gemeinderat unterbreitet. An ihm liegt es dann, die Maßnahmen bei den zuständigen Stellen zu beantragen und sich auch nachhaltig dafür einzusetzen.



zurück

Dr. Bärbel Kofler

Dr. Bärbel Kofler
Unsere Bundestagsabgeordnete - Für Sie in Berlin!

SPD-Kreisverband Berchtesgadener Land

SPD-Kreisverband Berchtesgadener Land

Dr. Herbert Kränzlein

Dr. Herbert Kränzlein
Unser Landtagsabgeordneter - Für Sie in München!

Maria Noichl

Maria Noichl
Unsere Europaabgeordnete - Für Sie in Brüssel!