15.06.2013

Eine Bereicherung für Bayerisch Gmain

Bild: BGSw130614
Die Besuchergruppe mit Michael Dorrer vor dem Einkaufsmarkt
SPD Bayerisch Gmain besuchte den neuen EDEKA-Markt
Im Rahmen ihrer Besuche heimischer Betriebe besuchte die SPD Bayerisch Gmain den neuen EDEKA-Markt an der Schillerallee. Der Inhaber; Herr Michael Dorrer, führte sie durch den Markt, informierte die Besucher ausführlich über den Betrieb und stand anschließend zur Diskussion zur Verfügung. Mir dabei waren auch der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Roman Niederberger, und die Reichenhaller Stadträtin und SPD-Kandidatin für den Bezirkstag Güldane Akdemir.

Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Franz Sicklinger, begründete den Besuch nicht nur mit dem allgemeinen Interesse, das die Gmainer SPD den heimischen Betrieben entgegenbringe, sondern auch mit der besonderen Bedeutung, die ein Einkaufsmarkt für die Daseinsvorsorge in der Gemeinde habe; er ging kurz auf die langjährige Vorgeschichte ein, bis es in Bayerisch Gmain zur Errichtung eines Marktes gekommen sei, und betonte, dass sich die örtliche SPD zum Wohle aller Bürger stets für den Markt stark gemacht habe.

Herr Dorrer begrüßte seinerseits die Besucher und führte sie anschließend durch den Markt, verbunden mit aufschlussreichen Informationen. Dabei wurde deutlich, dass der Bayerisch Gmainer Markt nicht irgendeine Filiale eines Großkonzerns ist, sondern ein mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen. Auf den 692 qm Verkaufsfläche wird das Angebot nicht nach Vorgaben einer Konzernzentrale ausgerichtet, sondern nach den Bedürfnissen und Gewohnheiten der Kunden und kann so auch flexibel laufend angepasst werden, erläuterte Michael Dorrer. Marianne Walther, Mitglied des SPD-Ortsvorstands und versierte Hausfrau, bescheinigte dem Markt an dieser Stelle eine reichliche Auswahl an Obst und Gemüse, wie man es nicht überall finde. Auch das große Angebot an Wein und an Fleisch- und Wurstwaren fand den Beifall der Besucher. Gelobt wurde besonders die Übersichtlichkeit des Marktes und des Angebots, was Herr Dorrer darauf zurückführte, dass in seinem Markt die Gänge breiter und die Regale niedriger seien als anderswo.

Zuvor hatte man die Außenanlagen besichtigt und festgestellt, dass sich das Bauwerk mit der Integrierung in den Hang und dem begrünten Flachdach gut ins Gelände einpasse. Als Mangel erwies sich freilich die aufgekieste Zufahrt zur dahinterliegenden Wiese, von wo bei Starkregen Kies auf das Firmengelände hinuntergespült werde; hier müsste, so der stellvertretende SPD-Ortsvorsitzende und Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr, Arnim Schläfke, durch Einbau einer genügend aufnahmefähigen Auffangrinne Abhilfe geschaffen werden. Bemängelt wurde auch, dass es zwischen Parkplatz und Schillerallee keine klare Abgrenzung gebe, was manchmal zu Unsicherheiten der Autofahrer bei der Ausfahrt auf die Schillerallee führe. Eine weiß markierte Trennlinie könnte das Problem schnell und ohne großen Aufwand beheben.

Der Gang durch die Nebenräume machte deutlich, dass es in Deutschland einen hohen Standard im Hygienebereich gibt, der aber auch die Betriebe vor hohe Anforderungen stelle. Die Notwendigkeit getrennter Kühlräume für Obst und Gemüse, Milchprodukte und Fleisch sei nicht nur ein Kostenfaktor, sondern stelle auch eine logistische Herausforderung bei der Versorgung des Marktes dar. Angenehm wurde von den Besuchern empfunden, dass es auch ausreichend Sozialräume für die Beschäftigen gebe.

Im großzügig dimensionierten Personalraum wurden dann die gewonnenen Erkenntnisse in der Diskussion mit Michael Dorrer vertieft. Die Besucher erfuhren von ihm, dass er in seinen drei Betrieben (Bad Reichenhall, Bayerisch Gmain und Bischofswiesen) 149 Arbeitnehmer beschäftige, davon gut zwei Drittel als fest angestellte in Voll- oder Teilzeit.
Der SPD-Kreisvorsitzende Roman Niederberger interessierte sich für die Situation der Auszubildenden; Michael Dorrer erklärte, dass er 10 bis 15 Ausbildungsplätze anbieten wolle, es aber schwierig sei, diese vom Arbeitsmarkt zu besetzen. Die Ausbildung beinhalte dann eine Ausbildung am Arbeitsplatz, eine betriebliche Schulung, eine überbetriebliche Schulung im EDEKA-Rahmen und den Besuch der Berufsschule. Er stellte heraus, dass der Beruf des Fachverkäufers oder Einzelhandelskaufmanns vielfach unterschätzt werde, denn er verlange ein hohes Maß an Warenkunde bei vielfältigen Produkten. Die Bad Reichenhaller Stadträtin und Kreisvorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Güldane Akdemir wollte wissen, wie es mit der Bezahlung stehe. Michael Dorrer erklärte dazu, dass er mindestens den Tariflohn, vielfach aber auch übertariflich zahle. Positiv vermerkte Alt-Gemeinderat Franz Kammel, dass man hier noch nichts Negatives über die Arbeitsbedingungen gehört habe; das müsse wohl auch daran liegen, dass die Leitung nicht bei einem fernen Großkonzern, sondern in den Händen des hier beheimateten Inhabers liege.

Schließlich ging es noch um die Vermarktung regionaler Produkte. Dabei wurde klar, dass nicht nur Produkte der EDEKA-Kette, die sich ihrerseits aus dem südostbayerischem Raum versorgt, verkauft würden, sondern auch eigens für die Dorrer-Märkte eingekaufte Waren aus der Region. Mit Erstaunen erfuhren die Besucher, dass die angestellten drei Metzgermeister durchaus auch selber Vieh in der Region einkaufen und im Schlachthof Marzoll schlachten (was, nebenbei bemerkt, auch dem örtlichen Schlachthof zugute kommt). Auch die Fische werden aus Karlsteiner Betrieben fangfrisch bezogen.

Der SPD-Ortsvorsitzende Franz Sicklinger fasste dann zusammen, dass man froh sein müsse, einen solchen Betrieb in der Gemeinde zu haben. Damit werde, wie es die Pflicht der Gemeinde zur Daseinsvorsorge erfordere, die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungs- und Gebrauchsgütern sichergestellt. Der Markt biete wohnortnahe Arbeitsplätze an und trage über die Steuern auch ein wenig zur Finanzierung der Gemeinde bei. Darüber hinaus werde durch den Verkauf regionaler Produkte auch die hiesige Landwirtschaft unterstützt. Unter dem Beifall der Teilnehmer bedankte sich Franz Sicklinger bei Michael Dorrer für die aufschlussreiche Führung und die interessanten Informationen.







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