09.07.2013

Neuer Anlauf für Kuranstalt Becker – (noch) keine Aussage zur Aicher-Trasse –

Aus der Bayerisch Gmainer Gemeinderatssitzung vom 08.07.2013
Zu einer Aussage über die Aicher-Trasse konnte sich der Gemeinderat nach der Vorstellung durch den Planer nicht entschließen, vielmehr räumte sich der Rat selbst eine Bedenkfrist ein. Entscheidungsfreudiger war er dagegen bei der Vorlage einer Neuplanung für das Grundstück der ehemaligen Kuranstalt Becker, hier wurde Zustimmung signalisiert. Außerdem wurde u.a. eine Änderung des Bebauungsplans Hausfeld behandelt.

Auf Antrag der FWG-Fraktion beschäftigte sich der Gemeinderat mit der sog. Aichertrasse, der Planer Ing. Martin Staller und der Initiator Max Aicher stellten ihren Vorschlag dem Plenum vor. Die Trasse verläuft vom Gablerknoten in einem Tunnel durch das Kirchholz, tritt westlich des Schleicherbauern aus dem Tunnel heraus, quert die Talsenke des Ortelbachs und des Gorßgmainer Gangsteigs und mündet auf der Wiese vor der Kirche in einem Kreisverkehr, wo die Ableitung Richtung Berchtesgaden (B 20) erfolgt; die Weiterführung der B 21 soll dagegen unterirdisch Richtung Schmölzlgelände erfolgen und dort in den Stadtbergtunnel münden. Die Planer warben damit, dass sie sich die Trasse nur in Form einer Einhausung vorstellen können, obwohl Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und das Staatlich Bauamt Traunstein dies bereits definitiv ausgeschlossen hatten. Teilweise wurden in der anschließenden Diskussion die Realisierungschancen angezweifelt, auch die offene Frage der Tunnelentlüftung wurde angesprochen, letztendlich wollten sich aber mehrere Gemeinderäte die heute erhaltenen Informationen nochmals zu Gemüte führen und benatragten eine Vertagung. So wurde denn auch mit 8 : 6 entschieden.

Diskussionsbedarf, aber letztlich Zustimmung gab es zu einer Anfrage zur Bebauung des Kuranstalt-Becker-Grundstücks. Nachdem in der Vergangenheit schon mehrmals Planungen genehmigt, aber nie ausgeführt wurden, wurde nun wieder einen Neuplanung in der Form einer allgemeinen Anfrage vorgelegt. Demnach ist anstelle des jetzigen Gebäudes unter Einbeziehung des Knobloch-Grundstücks ein zur Straße hin U-förmiger Komplex mit Geschäfts-, Büro- und Wohnnutzung vorgesehen, dahinterliegend ein weiteres Wohngebäude. Das Grundstück wird mit einer Grundflächenzahl von 0,5 stärker als bisher geplant (0,4) genutzt, auch sind neben E+2-Bebauung (wie bisher) teilweise auch drei Geschosse vorgesehen. Die notwendigen Stellplätze werden durch den Bau einer Tiefgarage geschaffen, die Zufahrt erfolgt von der Rupertistrasse her. Die stärkere bauliche Nutzung stieß einigen Räten sauer auf, während andere in einer Verdichtung der Bebauung und der Schaffung von Wohnungen Vorteile sahen. Letztendlich wurde die Anfrage gegen vier Stimmen positiv verbeschieden.

Ein Antrag der Verwaltung auf Änderung des Bebauungsplans Hausfeld sorgte anfangs für etwas Verwirrung, weil nicht weniger als Gemeinderäte als Betroffene nicht an der Abstimmung teilnehmen durften und die Frage gestellt wurde, ob man mit den sieben verbleibenden Abstimmungsberechtigten überhaupt beschlussfähig sei. Dies setzte man dann voraus und dem Antrag der Verwaltung wurde einstimmig stattgegeben. In der Sache war es darum gegangen, dort grundsätzlich den Anbau von Wintergärten von 2 x 3 m zu gestatten. Außerdem soll die Erschließungsstraße für den neuen Teil 5 statt 3 m breit werden, um Begegnungsverkehr zu ermöglichen.



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