17.09.2013

Endlich auch vom Gemeinderat eine klare Ablehnung der Aichertrasse – Beratung über Bauanglegenheiten

Aus der Bayerisch Gmainer Gemeinderatssitzung vom 16.09.2013
Einen zweiten Anlauf brauchte der Bayerisch Gmainer Gemeinderat, um sich ein abschließendes (ablehnendes) Urteil über die sog. Aichertrasse zu bilden. Außerdem wurde über einige Bauangelegenheiten beraten. Schließlich ging es noch um die Kinderbetreuung bzw. die neue Kindertagesstätte.

Bei der Juli-Sitzung, bei der der Initiator Max Aicher und der Planer Ing. Martin Stadler die sog. Aichertrasse vorgestellt hatten (wir berichteten) konnte sich der Gemeinderat noch nicht zu einer Stellungnahme durchringen. Der Plan sieht bekanntlich als Alternative zum Kirchholztunnel eine Reichenhaller Ortsumfahrung auf Bayerisch Gmainer Gebiet vor, vom Kirchholz über die freien Wiesen am Ortelbach und Großgmainer Gangsteig zur Wiese vor der Kirche, wo über einen zweistöckigen Verteiler mit Kreisverkehr B 20 und B 21 nach Berchtesgaden bzw. Lofer verzweigt werden sollen. Die SPD hatte sich schon frühzeitig gegen diese Planung ausgesprochen. Nun wurden in der letzten Sitzung noch einige offene Fragen, insbesondere zur Gestaltung des Kreisverkehrs, besprochen und geklärt. Nachdem nach wie vor das Straßenbauamt und auch der Bundesverkehrsminister eine Tunnelierung bzw. Überdeckelung zwischen Kirchholz und Kirchenwiese nicht als realisierbar ansehen, wurde nun auch vom Gemeinderat der Planung eine einstimmige Absage erteilt.

Erfreut war man über die Absicht von Peter Niederberger, in seinem landwirtschaftlichen Anwesen an der Leopoldstraße einen Hofladen einzurichten, weshalb seinem Bauntrag einstimmig zugestimmt wurde. Eine erneute Abstimmung gab es über eine Änderung des Bebauungsplans Hausfeld (allgemeine Zulassung eines Wintergartens), weil der seinerzeitige Beschluss wegen der damals zu geringen Zahl der Abstimmenden von der Rechtsaufsicht beanstandet wurde. Nun wurde die Zustimmung mit der nötigen Zahl nachgeholt.

Für zwei Kinder, die in einer privaten Tagespflege betreut werden, muss die Gemeinde einen Zuschuss zahlen. Nach Auskunft des Bürgermeisters muss dieser Zuschuss auch nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Kindertagesstätte, die er mit dem 7. Januar 2014 ankündigte, gezahlt werden, weil den Eltern die Wahl der betreuenden Einrichtung freigestellt sei.



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