26.01.2014

Wo die Bayerisch Gmainer der Schuh drückt

Bild: BGSw140127
Unansehnliches Erscheinungsbild am Ortseingang
Zwischenbilanz der SPD-Aktion „Bürgerdialog“
Im November vergangenen Jahres hatte die SPD Bayerisch Gmain in einer Aussendung an alle Bürgerinnen und Bürger gefragt, welche Kritik, Anregungen und Wünsche die Bürger an die Kommunalpolitik hätten. Eine Reihe von Einsendungen ging dazu ein, die von der örtlichen SPD inzwischen ausgewertet, bearbeitet und beantwortet wurden.

Spitzenreiter der Kritikpunkte war, wen nimmt es wunder, das Erscheinungsbild an der viel befahrenen Durchgangsstraße, eigentlich der Visitenkarte des Ortes; „ein Schandfleck“ sei es, hieß es da unter anderem. Nicht nur der Zustand einiger verfallender Gebäude, sondern auch das Gesamtbild entlang der Berchtesgadener Straße vermittle dem Betrachter keinen ansprechenden Eindruck. Wenig konnten die SPD-Kommunalpolitiker dem entgegensetzen, lediglich die Aussicht, dass sich nun bald am Alpgarten und am Kuranstalt-Becker-Grundstück etwas tun werde. Flickschusterei warf der Ortsvorsitzende Franz Sicklinger in diesem Zusammenhang der Gemeinde vor, es würden in der Form vorhabenbezogener Bebauungspläne nur Einzelfalllösungen beschlossen, es gebe aber kein Gesamtkonzept für die Gestaltung der ortsprägenden West-Ost-Achse. Die SPD werde sich im künftigen Gemeinderat dafür einsetzen, einen Städteplaner mit der Erarbeitung eines Konzepts für die künftige Ortsentwicklung unter Beteiligung der Bevölkerung zu beauftragen.

Kritisiert wurde auch der Zustand des Bahnhofs Bayerisch Gmain. Er sei wenig ansprechend, eher abschreckend für Einheimische und Gäste, die Berchtesgadener Landbahn zu benutzen. Die SPD konnte darauf verweisen, dass sie Ende 2011 einen Antrag auf einen Ausbau und Umgestaltung des Bahnhofs an die Gemeinde gerichtet habe. Die Gemeinde habe zwar die Anregung an die DB weitergeleitet, aber im Folgenden wenig Eifer an einer Weiterverfolgung an den Tag gelegt. Unverständnis äußerte der Ortsvorsitzende Franz Sicklinger darüber, dass die Gemeinde eine Einladung des anerkannten Verkehrsforums Berchtesgadener Land zur Mitarbeit an einem Konzept für den künftigen Bahnhof nicht nur nicht wahrgenommen, sondern noch nicht einmal beantwortet habe; auch vom Angebot des Verkehrsforums, das dort entwickelte Konzept dem Gemeinderat vorzustellen, habe man nicht Gebrauch gemacht.

Beanstandet von den Bürgern wurden auch das zu schnelle Fahren auf der Großgmainer Straße zwischen Haus des Gastes und Grenze und die Missachtung des Durchfahrtsverbots in der Weißbacher Straße. Die Beschwerden wurden an die Gemeindeverwaltung weitergeben, die eine häufigere Kontrolle durch die Polizei zu veranlassen versprach. Die ausufernde Parkerei im Umfeld der Klinik Hochstaufen war ebenfalls Anlass zur Kritik, die zu einer Überprüfung durch die Gemeindeverwaltung führen sollte. Auch die ungute Situation an der Einmündung der Lattenberg- in die Berchtesgadener Strasse wurde angesprochen, die dazu führt, dass vor der Sparkasse parkende Fahrzeuge das Einscheren aus der Lattenbergstrasse in die Berchtesgadener Strasse behindern.

Das Fehlen einer Fußwegverbindung von der Kendlinger Brücke zum Edeka-Markt wurde bemängelt, jetzt müsse man bei der Einmündung der Schillerallee ungeschützt die B 20 überqueren. Hierzu erklärte die Orts-SPD, dass sie bereits vor 3 Jahren einen entsprechenden Antrag gestellt habe und auf mehrmalige Nachfrage nur mit dem Hinweis auf „laufende Verhandlungen mit dem Straßenbauamt“ vertröstet worden sei. Die Beschwerde wurde an die Gemeinde weitergegeben mit dem Hinweis, dass nun endlich etwas geschehen müsse.

Die Aufforderung an die örtliche SPD, sich gegen den Kirchholztunnel und die Aichertrasse einzusetzen, stieß selbstverständlich auf offene Ohren, hatte sich doch die SPD Bayrisch Gmain als erste örtliche Organisation jeweils eindeutig gegen diese ortsbildzerstörerischen Maßnahmen klar und deutlich ausgesprochen (im Unterschied zur örtlichen Gemeinderatsmehrheit, die sich erst fast 2 Jahre später zu einer Ablehnung durchringen konnte).

Weitere Kritikpunkte waren u.a. die Nutzung eines Geländes am Ortelbach als Lagerstätte einer Gärtnerei, der Zustand des Maisrundwegs, das Fehlen einer Biotonne, die „unzeitgemäße“ örtliche Bausatzung und die unregelmäßig abgehaltenen Bürgerversammlungen.

Alle vorgebrachten Anliegen wurden von der SPD bearbeitet und, wo zutreffend, an die Gemeinde weitergegeben, die Einsender wurden jeweils informiert. Darüber hinaus wird die SPD Bayerisch Gmain in der künftigen Gemeinderatsarbeit ein wachsames Auge auf diese Punkte haben, entsprechende Anträge im Gemeinderat stellen und auf eine Umsetzung drängen. Denn dies war und ist schließlich der Sinn der Aktion Bürgerdialog: Nicht nur erfahren, „wo der Schuh drückt“, sondern auch etwas dagegen zu unternehmen!




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