05.08.2014

Bebauungsplan für ehemaliges Becker-Grundstück erneut geändert

Bild: BGSw14080401
Aus der Bayerisch Gmainer Gemeinderatssitzung vom 04.08.2014
Erneut stand die Bebauung des Grundstücks der ehemaligen Kuranstalt Becker auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Diesmal ging es um den vorhabenbezogenen Bebauungsplan, weil die Planung zwischenzeitlich in einigen Punkten geändert wurde. Außerdem beschäftigte sich der Rat erneut mit der Neukalkulation der Abwassergebühren, wobei es diesmal um die Berechnungsmethodik ging. Dann ging es noch um die Sanierung von Bergwanderwegen am Dötzenkopf und im Alpgartental.

In der letzten Sitzung war die Änderung des Flächennutzungsplans für das Beckergrundstück beschlossen worden, nämlich die Umwidmung in ein Mischgebiet, um die Bebauung mit einem Wohn- und Geschäftshaus zu ermöglichen. Nun galt es, den dazugehörigen Bebauungsplan zu verabschieden und damit das Maß der baulichen Nutzung festzulegen. Der Bebauungsplan war bereits ausgelegt gewesen und aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen wurden nochmals Änderungen eingearbeitet. U.a. wurde die Breite des Gebäudes um 3,5 m verringert, so dass sich der Abstand zu den Nachbargrundstücken vergrößert. Ein- und Ausfahrt von der B 20 zur Tiefgarage werden auf Empfehlung des Staatl. Baumamts getrennt, die Einfahrt bleibt auf Höhe der jetzigen Einfahrt zur Bäckerei Knobloch, die Ausfahrt wird aber 25 m westliche platziert; man verspricht sich davon eine Verringerung der Belastung der B 20 durch ein- und ausfahrenden Verkehr. Im Gebäude sollen 12 Gewerbeeinheiten und 45 Wohnungen unterschiedlicher Größe untergebracht werden.

Die Gegner kritisierten die massive Bebauung des Grundstücks, und ein Bauwerk mit 4 Stockwerken passe nicht ins Ortsbild. Zudem schaffe die Ein- und Ausfahrt über die B 20 erhebliche Verkehrsprobleme auf der stark befahrenen Bundesstraße. Die Befürworter begrüßten dagegen die damit erreichte Nachverdichtung im Innenbereich, sahen die Zufahrtsproblematik über die B 20 wesentlich positiver als die über die Rupertistraße gelöst und gaben zu bedenken, dass die geplante Höhe die jetzige Bebauung nicht überschreite. Wichtig sei auch, dass endlich diese hässliche Baulücke geschlossen werden. Mit einer Mehrheit von 10 4 bzw. 10 : 5 Stimmen wurde der geänderte Bebauungsplan beschlossen, er muss nun nochmals öffentlich ausgelegt werden.

In der letzten Sitzung hatte der Gemeinderat – auf Drängen des Kommunalen Prüfungsverbandes – beschlossen, die Abwassergebühren zu splitten. Demnach wird für das Schmutzwasser aus den Haushalten der Frischwasserverbrauch zugrunde gelegt, für das Niederschlagswasser wird das Maß der Grundstücksversiegelung maßgebend sein. Drei Möglichkeiten standen zur Auswahl: Eine hochmaßstäbliche Luftaufnahme des Gemeindegebiet zu erstellen und sie anschließend nach versiegelten/nicht versiegelten Flächen auszuwerten. Diese Variante wurde verworfen, weil sie hohe Kosten und einen sehr hohen Personalaufwand erfordern würde. Auch die zweite Möglichkeit, das Gemeindegebiet in Zonen einzuteilen und für diese unterschiedliche sog. Abflussbeiwerte festzulegen fand keine Befürworter, weil hierbei die individuellen Unterschiede der einzelnen Grundstücke nicht berücksichtigt wurden. So beschloss der Rat einstimmig die dritte Variante, nämlich die versiegelten Flächen durch die Grundstückseigentümer selbst ermitteln zu lassen. Die sei die gerechteste, aber auch für die Gemeinde günstigste Lösung.

Bei einer Begehung der Bergwege im Frühjahr hatte man festgestellt, dass im Bereich Dötzenkopf – Spechtenkopf der Weg an zwei Stellen abgerutscht war und dass beim Alpgartenrundweg eine Holzbrücke beschädigt worden war. Ein Ingenieur wurde beauftragt, die Schäden zu untersuchen und die Kosten für die notwendige Reparatur zu schätzen. Auf Vorschlag des beauftragten Ingenieurs sollen die betroffenen Stellen mit einer Stahlkonstruktion mit Gitterrosten überbrückt werden, die Kosten schätzte er auf nicht ganz 30.000 €. Der Rat schloss sich einstimmig diesem Vorschlag an und nahm erfreut zur Kenntnis, dass die Kosten vom „Amt für ländliche Entwicklung“ übernommen werden.



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