22.08.2014

MdL Dr. Herbert Kränzlein informiert sich am Bayerisch Gmainer Bahnhof

Bild: BGSw140821
MdL Dr. Herbert Kränzlein (rechts) im Gespräch mit dem SPD-Ortsvorsitzenden Franz Sicklinger
Der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Herbert Kränzlein aus Puchheim, der auch den Stimmkreis Berchtesgadener Land politisch betreut, besuchte kürzlich Bayerisch Gmain, um sich persönlich ein Bild vom Zustand des Bayerisch Gmainer Bahnhofs zu machen. Veranlasst wurde er dazu durch die Berichte und Aktivitäten der örtlichen SPD, die ihn darüber informiert hatte.

Der Abgeordnete zeigte sich entsetzt über den desolaten Zustand des Bahnsteigs. „Zerbröckelnder Asphalt und Löcher im Belag“, stellte er fest, „sind eine Schande für das Staatsbad, zu dem ja auch Bayerisch Gmain gehört“. Der SPD-Ortsvorsitzende Franz Sicklinger ergänzte „Was sollen unsere Kur-, Reha- und Urlaubsgäste von uns denken, wenn dies ihr erster Eindruck von unserem Ort ist?“ Dass die zuständige DB Station und Service AG keinen Euro investieren wolle und eine Sanierung erst für 2020 in Aussicht stellte, wie Sicklinger bei einer Besprechung mit der Bahn erfahren hatte, stieß bei beiden auf großes Unverständnis. „,Jeder Hauseigentümer würde sich schämen, seine asphaltierte Zufahrt jahrelang in einem solchen Zustand zu belassen“, kritisierte Sicklinger.

Thematisiert wurde auch die übermäßig große Ein-/Ausstiegshöhe zum Zug. Sie beträgt sage und schreibe 49 cm, also mehr als das Doppelte einer normalen Stufe, bei der Bahn ist sogar ein höhengleicher Einstieg die Regel. Für ältere Personen, Behinderte, Personen mit Kinderwagen, Rollator oder Fahrrad sei es sehr beschwerlich und teilweise sogar unmöglich, hier in den Zug ein- bzw. auszusteigen, berichtete Sicklinger aus seinen Beobachtungen. Und auch hier sei vor 2020 mit keiner Änderung, nicht einmal mit einem Provisorium zu rechnen. „Da hat sich die Bayerische Staatsregierung die Barrierefreiheit – ausdrücklich auch auf Bahnen und Straßen - zum Ziel gesetzt, und hier wird dieser Grundsatz mit Füßen getreten“, empörte sich Dr. Kränzlein.

Schließlich kam noch der zweigleisige Ausbau des Bahnhofs zur Sprache, den sich unisono alle Kommunalpolitiker und das Verkehrsforum BGL wünschen. Damit soll ein Halbstunden-Takt und eine Durchbindung nach Salzburg für die Haltepunkte Bad Reichenhall-Mitte, Kirchberg und Bayerisch Gmain ermöglicht werden. Dieser Antrag wird von der dafür zuständigen Bayerischen Eisenbahngesellschaft (einer dem Wirtschaftsministerium unterstellten Behörde) rundweg abgelehnt. Der SPD-Kreisgeschäftsführer Günter Wolf, der auch mit dabei war, wunderte sich, warum man dann einen neuen Haltepunkt Reichenhall-Mitte plane; wenn der nämlich nur im Stundentakt angefahren werde, werde er wohl kaum Zuspruch finden.

Dr. Kränzlein sagte abschließend seine Unterstützung zu, wies aber gleichzeitig auf die beschränkten Möglichkeiten der Opposition hin; zunächst wolle er die Beantwortung seiner diesbezüglichen Anfrage an die Bayerische Staatsregierung abwarten. Dann werde man weitersehen, auf jeden Fall aber am Ball bleiben. Dass der derzeitige Zustand bis 2020 beibehalten werden solle, könne man nicht akzeptieren.



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