04.11.2014

Aufhebung des Bahnübergangs Wappachweg nicht auf Kosten Bayerisch Gmains

Bild: BGSw14110401
Bahnübergang Wappachweg
Aus der Sitzung des Bayerisch Gmainer Gemeinderats vom 03.11.2014
Zwei gewichtige Punkte standen auf der Tagesordnung der letzten Sitzung. Ein weiteres Mal ging es um den Bebauungsplan „ehemaliges Kurmittelhaus Becker“. Wegen einiger kleineren Änderungen musste erneut darüber abgestimmt und eine nochmalige öffentliche Auslegung beschlossen werden. Zum anderen ging es um die gewünschte Beseitigung des Bahnübergangs Wappachweg und die künftige verkehrsmäßige Anbindung der dortigen Grundstücke. Nicht über Bayerisch Gmainer Gebiet, waren sich die Räte einig.

Während der öffentlichen Auslegung des bereits beschlossenen Bebauungsplans Nr. 30 (ehemaliges Kurmittelhaus Becker) waren Einwendungen eingegangen, die teilweise berücksichtigt und in den Bebauungsplan eingearbeitet werden sollen. So wird die Trafostation und der Müllbehälterabstellplatz auf Wunsch der Anwohner in die Tiefgarage verlegt und die Ausfahrt aus der Tiefgarage auf die B 20 wird um ein paar Meter nach Osten verschoben, damit der Verkehr auf den Parkflächen im Vorhof nicht behindert wird. Gegenstand der kontroversen Diskussion im Gremium waren aber nicht diese Änderungen, sondern die schon bekannten grundsätzlichen Argumente. Den Gegnern ist die Bebauung viel zu massiv und passe nicht in die Umgebung, auch die Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage auf die B 20 sei problematisch, während die Befürworter schon früher darauf verwiesen hatten, man müsse in den sauren Apfel beißen, um endlich diesen Schandfleck zu beseitigen. Der geänderte Bebauungsplan wurde schließlich mit 8:5 Stimmen gebilligt und muss nun erneut ausgelegt werden.

Zum Thema „Aufhebung des Bahnübergangs Wappachweg“ berichtete der Bürgermeister und anschließend Andreas Rupp vom Ingenieurbüro Rupp. Die BLB (Berchtesgadener Landbahn) ist daran interessiert, sog. Langsamfahrstellen auf der Stecke Freilassing-Berchtesgaden zu beseitigen, um durch die Beschleunigung der Fahrzeit zusätzliche Haltestellen einrichten zu können. Eine dieser Langsamfahrstellen ist der Bahnübergang Wappachweg an der Gemeindegrenze Bad Reichenhall/Bayerisch Gmain. Das Problem dabei: Über diesen Bahnübergang werden vier Grundstücke auf Bad Reichenhaller Gebiet verkehrlich erschlossen, wofür eine Alternative gefunden werden muss. Vom beauftragten Ingenieurbüro wurden sieben Varianten entwickelt, wovon zwei in die nähere Auswahl kamen: 1. Bau einer neuen Straße vom Bad Reichenhaller Festplatz über den Wertstoffhof (geschätzte Kosten ca. 3,2 Mio. €) und 2. Anbindung von Bayerisch Gmain her über den Wappachweg (2,5 Mio. €). Letzteres wurde von den Räten einhellig abgelehnt; den Verkehr zu den betroffenen Reichenhaller Grundstücken weiträumig über Bayerisch Gmain (B 20/Berchtsgadener Straße – Kendlinger Brücke – Lattenbergstaße – Wappachweg) zu führen, sei nicht akzeptabel und den Anwohnern nicht zuzumuten. So wurde denn auch die Variante 2 einstimmig abgelehnt.



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